SoR-Workshop Q1: Grundrechtearena

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Die Q1 nahm am 05. und 06. Februar 2025 an der „Grundrechtearena“ teil – einem intensiven Workshop zur Demokratiebildung im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung. Zu Gast waren Marcus Kiesel, Vorsitzender des Vorstands von die demokratiesprecher e.V., der ehemalige DDR-Olympionike Wolfgang Thüne sowie der Journalist Horst Kläuser.

Im Mittelpunkt standen zentrale Grundrechte des Grundgesetzes und ihre Bedeutung für unsere Demokratie. Zum Auftakt setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Meinungsfreiheit (Art. 5 GG) auseinander. Ein Meinungsquiz eröffnete die Diskussion über Meinungsfreiheit, Meinungskampf und deren Grenzen. Besonders eindrücklich war die Einordnung durch die DDR-Zeitzeugen, die die Situation im „unfreien Deutschland“ schilderten und so historische Perspektiven eröffneten.

Im weiteren Verlauf wurde die Pressefreiheit (Art. 5 GG) thematisiert. Begriffe wie Fake News, Filterblasen, Social Media und „Lügenpresse“ wurden kritisch beleuchtet und mit der staatlich gelenkten und zensierten Presse in der DDR verglichen. Auch die Freiheit der Person (Art. 2 GG) und ihre Grenzen standen im Fokus. In einem Rollenspiel mit dem Titel „Der leise Gang in die Diktatur“ erfuhren die Teilnehmenden anschaulich, wie schleichend Freiheitsrechte eingeschränkt werden können.


Am zweiten Tag rückten die Menschenwürde (Art. 1 GG), die Glaubens- und Religionsfreiheit (Art. 4 GG) sowie der Gleichheitsgrundsatz (Art. 3 GG) in den Mittelpunkt. Anhand konkreter Beispiele diskutierten die Schülerinnen und Schüler, was Menschenwürde bedeutet und wie sie verletzt werden kann. In der „Arena 2“ setzten sie sich mit der Frage auseinander, was geschieht, wenn individuelle Freiheit auf Glaubensfreiheit trifft.

Abgerundet wurde der Workshop durch eine offene Fragerunde mit dem DDR-Zeitzeugen sowie ein gemeinsames Projektresümee. Die „Grundrechtearena“ bot der Q1 eine eindrucksvolle Gelegenheit, demokratische Werte nicht nur theoretisch zu erarbeiten, sondern sie im Austausch mit Expertinnen und Experten sowie Zeitzeugen kritisch zu reflektieren und lebendig zu erfahren.


Herzlich möchten wir uns für diesen Workshop sowie die Offenheit für den Austausch bedanken.


Worte von Horst Kläuser: „Ist hier auch Platz für etwas Positives?? (an einem völlig normalen Donnerstag)
Ich habe heute zum wiederholten Mal in der "Trude-Herr-Gesamtschule" in Köln im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung einen Vortrag zu Presse- und Meinungsfreiheit halten dürfen. (danke für die Einladung Marcus Kiesel). Abgesehen davon, dass das Ambiente der Schule mir gut gefällt, hell, GEPFLEGT, nette Schülerinnen, die mir den Weg zum Lehrerzimmer wiesen, hilfsbereite Lehrer und eine Schulleiterein, die mich in den richtigen Raum brachte - hier wurde keines der Klischees und Vorurteile verranzter, heruntergekommener Schulen bestätigt. Im Gegenteil!
Ich erlebte tolle Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse. Gut vorbereitet, interessiert, höflich, konzentriert, kluge, überlegte Fragen. Um diese Generation (vermutlich 80% mit migrantischem Hintergrund) mache ich mir NULL Sorgen. Im Gegenteil, im Gespräch mit einigen später, darunter eine Rumänin, ein Italiener, zwei Türkinnen u.a. gewann ich einen erfrischenden, einen durch und durch positiven Eindruck. Sie schauen klar und zuversichtlich nach vorn, haben Vorstellungen von Möglichkeiten und beruflichen Wünschen, nicht wenige streben ein freiwilliges, soziales Jahr an.
Das ist KEINE verlorene Generation.
Glückauf, Respekt & danke Trude Herr Schule und Die Politiksprecher!“

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